PV-Anlage mit Speicher Ja oder NEIN?

Sollte eine PV-Anlage mit einem Speicher ausgerüstet sein?

Die Stromproduktion einer PV- Anlage ist oft diametral zum tatsächlichen Verbrauch des Stroms.

Quelle: https://ennogie.com/de/

Einerseits im Tagesrhythmus, anderseits im Jahresrhythmus. Ein Stromspeicher hilft unter bestimmten Bedingungen beim Ausgleich der Strom- über- und -unter Produktion.

Generell sollte man Wissen, dass ein Batteriespeicher die teuerste Komponente in einer Photovoltaikanlage ist, daher ist deren Anschaffung genau zu überlegen.

Zunächst einmal gilt es zu beachten, dass ein Batteriespeicher nur installiert werden sollte, wenn ausreichend Solarstromüberschüsse anfallen. Ist dies gegeben, gilt es die Größe des Batteriespeichers sowohl auf die Höhe des Stromverbrauchs als auch auf die Größe der PV-Anlage abzustimmen.

Die Faustformel, der zufolge man für ein Kilowatt PV-Leistung eine Kilowattstunde Speichergröße bereitstellen sollte, ist viel zu ungenau. Solche Pauschalisierungen führen schnell zu einer falschen Dimensionierung des Batteriespeichers.

Auswirkungen bei falscher Dimensionierung eines Batteriespeichers

 Vereinfacht gesagt, bei einer Überdimensionierung der Batterie langweilt sich der Stromspeicher in den grauen Herbst- und Wintermonaten, mit der Folge, dass er schneller altert. Aktuell kostet ein Speicherplatz für 1KWh Strom zwischen 800€ und 1.200€. So kann bei einem zu großen Speicher die komplette Rentabilität einer PV- Anlage ins Wanken geraten, insbesondere wenn er frühzeitig ausgetauscht werden muss.

Bei einer Unterdimensionierung der Batterie erhöht sich die Fremdversorgung durch den Einkauf von Strom aus dem öffentlichen Netz. Das eigentliche Ziel, der maximalen Einsparung der Stromkosten wird ausgehebelt. Die hohen Investitionen in den Speicher amortisieren sich kaum.

Die Eingangsleistung und Abgabeleistung einer Batterie werden oft nicht berücksichtigt

Bei diesem technischen Detail geht es um die Geschwindigkeit des Beladens der Batterie sowie der

Abgabemenge an Strom an den Haushalt.

Erstes Beispiel:

An einem trüben wolkenbehangenen Tag haben Sie zwei Stunden Sonnenschein zur Stromaufnahme für die Batterie. Bei einer Eingangsleistung von 2,4 KWh pro Stunde, laden Sie ihren Speicher mal gerade mit 4,8 kWh auf, den Restbedarf an Strom für den Tagesverbrauch müssen Sie zukaufen. Hat aber Ihr Speicher eine Eingangslast von 5,6 KWh, lädt er 11,2 kWh. In diesen zwei Stunden dürfte ihr Tagesstrombedarf ohne Zukauf gedeckt sein.

Zweites Beispiel:

Sie kommen abends bei herrlichem Sonnenschein von der Arbeit nach Hause. Der Batteriestand zeigt 100% an. Sie werfen den Elektrorasenmäher an, ihre Frau kocht auf dem E-Herd das Abendessen, der Sohn spielt an der Play Station und ihr E- Auto hängt an der Ladesäule. Das alles bei einer Abgabeleistung von 3 kWh des Speichers. Keine Angst! Keiner ihrer in Nutzung befindenden Geräte schaltet sich ab. Die fehlende Leistung des Speichers führt dazu, dass die PV- Anlage unbemerkt trotz voller Batterie einen Teil des Stroms aus dem öffentlichen Netz ziehen muss, denn der aktuelle Strombedarf ist um ein vielfaches höher, als der Speicher abgeben kann….und wieder verdient ihr Strom-Versorger trotz PV- Anlage unbemerkt mit.

 

Das sind nur zwei von vielen Beispielen, die die Speicherkapazität einer Batterie beeinflussen.

 

Für die viwir Solarberater ist das Thema Speicher und welche Speichertechnologie einer der Kernthemen in der Solarberatung.

Die ganzheitliche Betrachtung dieses Themas beinhaltet nicht nur die Verbrauchsverhalten, die Erzeugungssituation oder die technischen Möglichkeiten, sondern auch die maßgeblichen Faktoren, die einen effizienten Einsatz eines Strom- Speichers rechtfertigen. Letztendlich ist für die Solarberater von viwir der Amortisierungszeitraum entscheidend. Der Einsatz einer Batterie sollte immer den Amortisierungszeitraum verkürzen.

Zeigt sich in der Wirtschaftlichkeitsberechnung, dass die Investition in einen Speicher die Amortisierungszeit verlängert, raten die „viwir solarberater“ von einer Anschaffung ab.

 

Gerne beraten wir Sie persönlich zu diesem Thema.

Weitere Informationen erhalten sie unter www.viwir.de/kontakt oder schreiben Sie uns: Info@viwir.de

 

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